Die versteckte Herausforderung: Vegane Ernährung und das kleine Detail Schellack
Du bist voller Motivation in den Supermarkt gegangen, um frisches Obst einzukaufen und deinem veganen Lebensstil treu zu bleiben. Du greifst zu einem glänzenden Apfel, der förmlich nach einem Fotomoment schreit. Doch halt, was lässt ihn so schön glänzen? Hier kommt ein oft übersehener Bestandteil ins Spiel: Schellack.
Was ist Schellack überhaupt?
Schellack ist eine harzige Absonderung der Lackschildlaus, einer Insektenart, die vor allem in Indien und Thailand vorkommt. Ja, du hast richtig gelesen – es stammt von einem Tier, was bereits die erste rote Flagge für Veganer ist. In der Lebensmittelindustrie wird es häufig als Überzugsmittel verwendet, um Obst und auch Süßigkeiten zu polieren, ihnen Glanz zu verleihen und sie länger frisch aussehen zu lassen.
Warum ist Schellack ein Problem für Veganer?
Der Einsatz von Schellack kann problematisch sein, denn er ist tierischen Ursprungs. Für Menschen, die sich vegan ernähren oder aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten, ist der Verzehr von Schellack-beschichteten Lebensmitteln ein No-Go. Außerdem fehlt oft die klare Kennzeichnung. Während die E-Nummer E904 auf Schalen von Früchten zu finden sein kann, ist dies nicht immer garantiert. Daher musst du bei jedem Einkauf besonders wachsam sein.
Wie kannst du Schellack in deiner Ernährung vermeiden?
Wenn du sicherstellen willst, dass kein Schellack in deinem Einkaufskorb landet, empfiehlt es sich, auf Bio-Obst zu setzen. Diese Produkte sind oft frei von synthetischen und tierischen Überzugsmitteln. Lies die Verpackungen sorgfältig und scheue dich nicht, beim Personal nachzufragen. Je mehr Bewusstsein es für solche Inhaltsstoffe gibt, desto eher wird die Industrie reagieren und alternative Lösungen entwickeln.
Ein achtsamer Einkauf kann Herausforderungen mit sich bringen, aber er trägt dazu bei, die Welt und unsere Ernahrung ein Stück besser zu machen. Also, achte beim nächsten Mal, wenn du zu einem glänzenden Apfel greifst, auf die kleinen Details – sie könnten für dein veganes Leben entscheidend sein.